Thursday, January 26, 2017

Hermann Diethelm (1877-1916) [D]



== Zum 100. Todestag von Hermann Diethelm, 17. August 2016 ==

[Nederlandse tekst]

Vor 100 Jahren
Im täglichen Leben arbeite ich, unter anderem, mit Tony – einen Engländer in meinem Team. Tony’s Urgroßvater – Arthur E. Davison – ist im Ersten Weltkrieg gefallen in Ieper, bei der Zweiten Flandernschlacht. Ieper war berüchtigt wegen den erstmaligen Einsatz von Giftgas durch den Deutschen; das geschah in den Tagen als Tony’s Urgroßvater gefallen ist. Lesen Sie hier mehr über Arthur E. Davison und einen kurzen Bericht von den Handlungen seines Bataillons in der Nähe von Ieper [Englisch].
Zufällig entdeckten wir daß wir parallele Vorgeschichten haben: mein Urgroßvater – Hermann Diethelm – ist nämlich auch gefallen im Ersten Weltkrieg, am 17. August 1916 in Frankreich, wahrscheinlich in der Schlacht an der Somme. Unsere Urgroßväter kämpften an verschiedene Seiten eines schleppenden, schrecklichen Krieges.

Diethelm aus der 'March' (Kanton Schwyz, Schweiz)

Die Wurzel der Familie Diethelm liegen in der March, ein Bezirk Südöstlich vom Zürichsee in der Schweiz. Dort ist die Geschichte der Diethelms bis ins 13. Jahrhundert zurück zu trazieren.

March in der Schweiz (mit u.a. die Gemeinde Schübelbach)

Die Diethelms waren im 19. Jahrhundert aktiv in der Milch- und Käseproduktion, wegen der die Region auch bekannt ist. Die Produktion von harten Käsen (z.B. Tilsiter, Emmentaler) erfordert sorgfältige Kontrolle von Temperatur und die Käsen müssen 4-12 Monate reifen. Ausfall entsteht wenn die Milch nicht die richtige Qualität hat oder wenn der Prozeß nicht gewissenhaft durchgeführt wird. Im 19. Jahrhundert findet auch eine weitergehende Professionalisierung der Käseproduktion statt; auch wurden ‘Käserei-Inspektionen‘ eingestellt.

Am Ende des 19. Jahrhunderts kommen die Käsepreise immer mehr unter Druck und in der March empfindet man immer mehr Konkurrenz, Fälschung aus Bayern, Westpreussen, Österreich, Frankreich und Rußland. Aber am meisten spürt man die Konkurrenz von ‘fremden‘ Käsen, Chester (England und Nordamerika) und ‘Holländerkäse‘, und bringt den Handel unter großen Druck. Hierunter leiden auch die Diethelms sehr. Migration ist eine der Wegen auf der Suche nach ein besseres Leben.
Die Motivation zur Emigration ist aber oft eine Kombination von persönlichen und sachliche Motive; grösser werdende Familien, Erfahrungen von früher emigrierten Familien und Bekannte, Kriegshandlungen und Verlust von Eigentum anderswo, Bankrott, Scheitern durch Spekulation usw. spielen alle eine Rolle.

Weichseldelta

Die Delta der Weichsel (Vistula), der Fluß der u.a. bei Danzig in der Ostsee mündet, war durch mehrere Deichen Durchbrüche im 16. Jahrhundert eine lange Zeit geflutet und drohte zu versumpfen. Holländische Mennoniten, verfolgt wegen ihren Gottesdienst und verjagt im zweiten Teil des 16. Jahrhunderts, ließen sich nieder in dieser Delta und haben dieses Land entwässert und präpariert um das Land zu bearbeiten. Die Mennoniten lebten in sogenannten "Holländerdörfer". Hier bekennen sie sich zu ihren Glauben, haben ihre eigene Sprache und Bräuche zur Bearbeitung des Landes. Die Bauernhäuser liegen nicht an der Dorfstraße, sondern zentral im Land. In 1622 haben die Mennoniten schon eine gegenseitige Feuerversicherung (durch den Bürgermeister von Danzig erkannt). In dieser Delta werden die Diethelms sich niederlassen, in verschiedene Orte; Hermann Diethelm gründet eine Milchfabrik in Gross Montau.


Weichseldelta mit Holländische Niederlassungen

Emigration

Mitte 19. Jahrhundert sind es drei Diethelm Familien die migrieren von der March nach der Weichseldelta. Es sind die Nachkommen von diesen drei Familien - zwei Brüder und ihrer Schwester, Kinder von Johann Laurenz Diethelm (1748-1814):

1. Johann Josef Diethelm (1776-1823) x Anna Elisabeth Diethelm
2. Heinrich Anton Diethelm ((1784-1847) x Anna Maria Gutmann
3. Josef Leonz Diethelm (1770-...) x Maria Katharina Diethelm
    - Bartholomäus (1816-1883), 'Kantonsrichter' x Regina Rouss
        - Bartholomäus (1837-1915) x Caroline Diethelm (1853-1931)
            - Hermann Diethelm (1877-1916) x Maria Höfliger (1878-1962)
Johann Josef und Heinrich Anton waren beide Landammann (Vorsitzender einer Kantonregierung). Die genannten Urväter von Hermann Diethelm werden, inklusive Hermann selbst, alle in Schübelbach geboren.

Johan Jose, Heinrich Anton und Maria Katharina sind Geschwister. Josef Leonz Diethelm und Maria Katharina (auch eine Diethelm), sind die Urgroßeltern meines Urgroßvaters Hermann Diethelm.
Ein Sohn von Johann Josef Diethelm, auch mit Namen Josef Leonz Diethelm (1820-…) ist wahrscheinlich als erster emigriert.

Hermann Diethelm und seine Familie
Hermann Diethelm (27-11-1877, Schübelbach - 17-08-1916, Frankreich)
x Marie Höfliger (06-12-1878, Sadlauken/Bremerhaven - 15-08-1962, Bremerhaven)
Hermann heiratet in 1910 in Danzig die ein Jahr jüngere Marie Höfliger. Er verdient sein Einkommen mit seiner Milchfabrik. Das geht ihm anscheinend gut ab. Ganz oben auf dieser Seite ist der Kopf einer vorgedruckten Rechnung der Firma aus 1913 zu sehen, mit dem stolzen Bildzeichen der Milchfabrik.


'Molkerei' und 'Wohnhaus' Hermann Diethelm (Montau, Schwetz)
Vater Hermann und Mutter Marie bekommen hintereinander folgende Töchter: Gerda (1911), Anni (1912), Ilse (1914) und Hilde (1914), alle in Montau geboren. Die fünfte Tochter, Eva-Mari (1917) wird erst nach Hermanns Tod geboren. Eva ist meine Großmutter, im Januar 2017 wurde sie 100 Jahre alt. Hermann hat seine jüngste Tochter also nie gesehen.

Hermann war also geborener Schweizer und hat sich überzeugen lassen die deutsche Nationalität an zu nehmen. Dafür hat er teuer zahlen müssen. Im Herbst 1915 stirbt sein Vater und wird begraben in Langfuhr (Danzig). Hermann macht im Dezember sein Testament (siehe unten), wahrscheinlich weil er als Soldat dienen muß. Er wird eingesetzt in Frankreich, genaue Einheit ist nicht mehr zu ermitteln (nur eine Anzeige auf dem Grabstein bleibt, siehe unten) – die betreffenden Archive sind durch Kriegshandlungen vernichtet. Irgendwann Ende April, Anfang Mei 1916 ist er wahrscheinlich noch da Heim und erzeugt seine fünfte Tochter. Danach verschwindet er nach Frankreich. Offiziell fällt er am 17. August 1916, aber möglicherweise ist das nicht einmal ein exaktes Datum. Weil nicht bekannt ist bei welcher Einheit er gehörte, ist es auch nicht mehr möglich den Ort zu ermitteln.

Nach Hermanns Tod bleibt seine Frau Marie alleine zurück mit ihren 5 Töchtern und die Milchfabrik, die mit Hilfe von anderen aus der Verwandtschaft weiter läuft.

Marie Höfliger und ihre fünf Töchter (ca.1925)


Testament (26. Dezember 1915)
Abschrift des Testaments von Hermann Diethelm, 26. Dezember 1915: [2]
"
    Mein Testament:

    Für den Falle meines frühen, unvorhergesehenen Todes bestimme ich hiermit 
    folgendes:
    Das mitgebrachte Vermögen meiner Ehefrau Marie ist angelegt bei der 
    Norddeutschen Kreditanstalt in Tiegenhof und steht meiner Ehefrau hierüber
    die alleinige Verfügung zu. Von meinem Vermögen sollen meiner Ehefrau Marie
    geb. Höfliger M 100.000,= Einhundert Tausend Mark vorweg sichergestellt 
    werden und soll sie hiervon den alleinigen Nießbrauch bis zu ihrem Toden
    haben, nach ihrem Tode fallen diese 100.000 M meinen Kindern zu gleichen 
    Teilen zu: ferner vermache ich der Gemeinde Montau 1000 - Ein Tausend, die 
    Zinsen hiervon sollen jährlich für arme Kinder der Gemeinde verwandt werden.
    Mark 1000 - Ein Tausend dem St. Adalbertus Verein
    Mark 1000 - Ein Tausend für die Kriegshinterbliebenen
    Mark 1000 - Ein Tausend für die Kriegsblinden
    Mark 1000 - Ein Tausend für die hlg. Kirch in Langfuhr

    Alles Übrige erben meine lb. Kinder zu gleichen Teilen und wird meine lb. 
    Frau es sich angelegen sein lassen, dieselben zu braven, gesitteten Töchtern
    zu erziehen. Als Entgelt hierfür steht ihr der Nießbrauch des Vermögens der 
    Kinder bis zu deren Großjährigkeit bzw. eventueller früheren Heirat zu.

    Meinen Bruder Adolf Diethelm - Rehhof bestimme ich zum Testamentsvollstrecker.
    Im Falle einer Behinderung desselben meinen Schwager Emil Krieg - Tiegenhof.
    Es ist mein Wunsch, wenn irgend möglich, auf dem Kirchhofe in Langfuhr, auf 
    dem mein lb. Vater ruht, begraben zu werden. An alle meine lb. näheren 
    Verwandten richte ich noch zum Schluß die Bitte, meinen treuen Hinterbliebenen
    mit Rat und Tat beistehen zu wollen.

    Montau den 26. Dezember 1915
    gez. Hermann Diethelm
"

Erster Weltkrieg

Schlacht an der Somme (1. Juli 1916 – 25. November 1916)

“Am 1. Juli, den ersten Tag der Offensive, nach einer Wochen langer schwerer Beschuß, verloren die Britten und die ‘Dominion Truppen‘ 57.470 Mann, von denen 19.240 Tote und 35.493 Verletzte. Es war der katastrophalste Tag aus der britischen Militärgeschichte. Daß diese Offensive ein großer Durchbruch erbringen würde, zeigte sich schon schnell eine kostbare Illusion. Als die Schlachten an der Somme im November langsam erstickten im Regen, Eis, Schlamm und Schnee, hatten die Armeen aus Groß Britannien und den ‘Dominions‘ über eine Breite von etwa 35 Kilometern das Front um 10 Kilometer aufgeschoben, während die Franzosen fast zweimal soviel Gebiet wieder erobert hatten. Dafür wurden mehr als eine Million Soldaten verwundet oder tödlich verletzt. Die Verluste von britischen Truppen und die aus den ‘Dominions‘ belaufen sich auf 419.654 Mann (von denen 127.751 gefallen), an französischer Seite 204.353 und auf deutscher Seite ungefähr 465.000. Durch diese enorme Verluste und geringer erzielter Vorteil, war die Schlacht an der Somme die schrecklichste and der westlichen Front im Ersten Weltkrieg." [5]

Hermann muß als 38-jähriger in die Uniform. Er sieht etwas kurvenreich aus, nicht sehr trainiert kann man sagen. Er hat eine Zigarre in der Hand um sich stramm zu zeigen – vielleicht sich etwas Mut zu machen daß es klappen wird. Es wird schon bekannt gewesen sein daß die Verluste gigantisch sind, aber es gibt kein Entkommen mehr.


Hermann Diethelm in Uniform
Irgendwo im Vorjahr wird Hermann im Kriege eingezogen und verreist nach Nord-Frankreich, es wird nicht lange dauern. Schon in August findet er sein Ende, Anfang Oktober wird sein Tod publiziert auf den ‘Verlustlisten‘.

Verlustlisten I.Weltkrieg [4]


3. Oktober 1916

9. Dezember 1916 ("Preussen 706") [Dies ist eine falscher Bericht, hier wird versehentlich 'Dietleben' geschrieben statt 'Diethelm']

3. Januar 1917 ("Preussen 724") [Dies ist eine Korrektur des falschen Berichtes.]
Hermann wird, wie im Testament gefragt, begraben in Langfuhr, wo auch sein Vater – erst im Jahr davor – seine letzte Ruhestätte gefunden hatte.

Grabstein
"
    Hier ruht in Gott
    der Ldstpfl. [Landsturmpflichtiger]

    Herrm. Diethelm
    vom
    1. Feldrekrutendepot 1.Komp.
    geb.am 27.11.77
    gefallen am 17.8.16
    ---
    Für Ehr und Pflicht,
    bis Herz und Klinge bricht.
"

Quellen

[1] Battle of the Somme, 1916; Britischer Dokumentarfilm Battle of the Somme (1916).
[2] Die Auswanderung aus der March nach Preussen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
    dargestellt an den Sippen DIETHELM, von L. Diethelm, 1990.
[3] Die Deutschen an der Somme 1914-1918, Gerhard Hirschfeld, Gerd Krumeich, Irina Renz, 2006.
[4] Verlustlisten I. Weltkrieg 
[5] De afdaling in de hel, p.75, Ian Kershaw, 2015.

Saturday, October 15, 2016

My History Books Top 10

Victor Klemperer
Ich will Zeugnis ablegen
bis zum letzten

1995

Arthur Koestler
The Sleepwalkers
1959

Paul Kennedy
The Rise and Fall
of the Great Powers

1987

Robert Hughes
The Fatal Shore
1987

Norman Davies
Europe
1997

Robert Hughes
American Visions
1998

Jonathan Israel
Radical Enlightenment
2001

David van Reysrouck
Congo
2010

Andrea Wulf
The Invention of Nature.
The Adventures of
Alexander von Humboldt

2015

Neil MacGregor
Duitsland -
Biografie van een natie

2015

Tuesday, August 09, 2016

Hermann Diethelm (1877-1916)



== Ter herinnering aan de 100e sterfdag van Hermann Diethelm, 17 augustus 2016 ==

[Deutscher Tekst]

100 Jaar geleden
In het dagelijkse leven werk ik o.a. samen met Tony, een Engelse collega in mijn team. Tony's overgrootvader - Arthur E. Davison - is in de Eerste Wereldoorlog gevallen in Ieper, ten tijde van de Tweede Slag om Ieper. Ieper werd berucht vanwege de eerste inzet van gifgas door de Duitsers; dat gebeurde in de dagen dat Tony's overgrootvader is gevallen. Lees hier meer over Arthur E. Davison en een kort verslag van de handelingen van zijn battalion in de buurt van Ieper.
Bij toeval ontdekten we dat we hier een parallelle voorgeschiedenis hebben: mijn overgrootvader - Hermann Diethelm - is namelijk ook gevallen in de Eerste Wereldoorlog, op 17 aug 1916 in Frankrijk, waarschijnlijk in de Slag aan de Somme. Onze overgrootvaders vochten dus aan verschillende zijden van een slepende, verschrikkelijke oorlog.

Diethelm uit de 'March' (kanton Schwyz, Zwitserland)

De wortels van de familie Diethelm liggen in de March, een district ten zuidoosten van de Zürichsee in Zwitserland. Daar is de geschiedenis van de Diethelms tot in de 13e eeuw terug te traceren.

March in Zwitserland (met o.a. de gemeente Schübelbach)

De Diethelms zijn in de 19e eeuw vooral aktief geweest in de melk- en kaasproductie, hier staat de regio ook bekend om. De productie van harde kazen (b.v. Tilsiter, Emmenthaler) vereist een zorgvuldige controle van de temperatuur en de kazen moeten 4-12 maanden rijpen. Uitval ontstaat als de melk niet de juiste kwaliteit heeft of als het proces niet nauwgezet wordt uitgevoerd. In de 19e eeuw vindt verregaande professionalisering plaats van de kaasproductie; tevens worden er 'Käserei-inspecktionen' ingesteld.

Aan het eind 19e eeuw komen de kaasprijzen onder druk te staan en heeft men in de March steeds meer last van concurrentie, namaak-producten uit Bayern, Westpreussen, Oostenrijk, Frankrijk en Rusland. Maar vooral de concurrentie met 'vreemde' kazen, Chester (Engeland en Noordamerika) en 'Holländerkäse', brengt de handel onder grote druk. Hier hebben ook de Diethelms onder te lijden. Migratie is één van de manieren om op zoek te gaan naar een beter leven.
De motivatie voor emigratie is echter vaak een combinatie van persoonlijke en zakelijke motieven; groter wordende families, ervaringen van reeds geemigreerde familie en kennissen, oorlogshandelingen en verlies van bezittingen elders, faillissementen, falen door speculaties etc. spelen allemaal een rol.

Weichseldelta

De delta van de Weichsel (Vistula), de rivier die o.a. bij Danzig in de Oostzee uitmondt, was door verschillende dijkdoorbraken in de 16 eeuw langdurig ondergelopen en dreigde te verzompen. Nederlandse Mennonieten, vervolgd vanwege hun godsdienst en verjaagd in het tweede deel van de 16 eeuw, vestigden zich in deze delta en hebben het land drooggelegd en geschikt gemaakt voor gebruik. De Mennonieten leefden in zogenaamde "Holländerdörfer". Hier belijden ze hun eigen geloof, hebben hun eigen taal en gebruiken voor de bewerking van het land. De boerderiijen liggen niet aan een dorpsstraat, maar centraal in het land. In 1622 hebben de mennonieten al een onderlinge brandverzekering (door de burgemeester van Danzig erkend). In deze delta zullen de Diethelms zich vestigen, in verschillende plaatsen; Hermann Diethelm komt in Gross Montau terecht.


Weichseldelta met Nederlandse nederzettingen

Emigratie

Rond het midden van de 19e eeuw zijn het de nazaten van drie gezinnen Diethelm die migreren van de March naar de Weichseldelta. Het zijn de nazaten van de drie gezinnen van twee broers en hun zus, kinderen van Johann Laurenz Diethelm (1748-1814):

1. Johann Josef Diethelm (1776-1823) x Anna Elisabeth Diethelm
2. Heinrich Anton Diethelm ((1784-1847) x Anna Maria Gutmann
3. Josef Leonz Diethelm (1770-...) x Maria Katharina Diethelm
    - Bartholomäus (1816-1883), 'Kantonsrichter' x Regina Rouss
        - Bartholomäus (1837-1915) x Caroline Diethelm (1853-1931)
            - Hermann Diethelm (1877-1916) x Maria Höfliger (1878-1962)
Johann Josef en Heinrich Anton waren beiden Landammann (voorzitter van de kantonsregering). De genoemde voorvaderen van Hermann Diethelm worden, incl. Hermann zelf, allemaal in Schübelbach geboren.

Johann Josef, Heinrich Anton en Maria Katharina zijn broers en zus. Josef Leonz Diethelm en Maria Katharina (ook een Diethelm), zijn de overgrootouders van mijn overgrootvader Hermann Diethelm.
Een zoon van Johann Josef Diethelm, ook luisterend naar de naam Josef Leonz Diethelm (1820-...) is waarschijnlijk de eerste die is geemigreerd.

Hermann Diethelm en zijn gezin
Hermann Diethelm (27-11-1877, Schübelbach - 17-08-1916, Frankrijk)
x Marie Höfliger (06-12-1878, Sadlauken/Bremerhaven - 15-08-1962, Bremerhaven)
Hermann huwt in 1910 in Danzig de één jaar jongere Marie Höfliger. Hij verdient zijn inkomen met het runnen van een melkfabriek. Dat lijkt hem goed af te gaan. Bovenaan deze pagina is het hoofd te zien van een voorgedrukte nota uit 1913 met het trotse logo van de melkfabriek.


'Molkerei' en 'Wohnhaus' Hermann Diethelm (Montau, Schwetz)
In het gezin van Hermann en Marie worden achtereenvolgens de dochters Gerda (1911), Anni (1912), Ilse (1914) en Hilde (1914), allemaal in Montau geboven. De vijfde dochter, Eva-Marie (1917) werd pas na Hermann's overlijden geboren. Eva is mijn oma, begin 2017 is ze 100 jaar geworden. Hermann heeft haar dus nooit gezien.

Hermann was dus geboren Zwitser en had zich ergens laten overhalen de Duitse nationaliteit aan te nemen. Dat is hem uiteindelijk duur komen te staan. Najaar 1915 overlijdt zijn vader en wordt begraven in Langfuhr (Danzig). Hermann laat eind van het jaar zijn testament opstellen (zie hieronder), waarschijnlijk omdat hij weet dat hij als soldaat zal moeten dienen. Hij wordt ingezet in Frankrijk, exacte eenheid is niet meer te achterhalen (enkel de indicatie op zijn grafsteen resteren, zie hieronder) - de betreffende archieven zijn door oorlogsgeweld vernieitigd. Ergens eind april, begin mei 1916 moet hij nog thuis zijn geweest - hij verwerkt zijn vijfde dochter. Daarna verdwijnt hij naar Frankrijk. Zijn officiele overlijdensdatum is 17 aug 1916, maar mogelijk is dit niet eens de exacte datum. Omdat niet bekend is bij welke eenheid Hermann behorde, is het ook niet meer mogelijk de locatie te achterhalen.

Na Hermann's dood blijft zijn vrouw Marie alleen achter met 5 dochters en een melkfabriek, die met hulp van andere familieleden blijft draaien.

Marie Höfliger en haar vijf dochters (ca.1925)


Testament (26 december 1915)
Abschrift des Testaments von Hermann Diethelm, 26. Dezember 1915: [2]
"
    Mein Testament:

    Für den Falle meines frühen, unvorhergesehenen Todes bestimme ich hiermit 
    folgendes:
    Das mitgebrachte Vermögen meiner Ehefrau Marie ist angelegt bei der 
    Norddeutschen Kreditanstalt in Tiegenhof und steht meiner Ehefrau hierüber
    die alleinige Verfügung zu. Von meinem Vermögen sollen meiner Ehefrau Marie
    geb. Höfliger M 100.000,= Einhundert Tausend Mark vorweg sichergestellt 
    werden und soll sie hiervon den alleinigen Nießbrauch bis zu ihrem Toden
    haben, nach ihrem Tode fallen diese 100.000 M meinen Kindern zu gleichen 
    Teilen zu: ferner vermache ich der Gemeinde Montau 1000 - Ein Tausend, die 
    Zinsen hiervon sollen jährlich für arme Kinder der Gemeinde verwandt werden.
    Mark 1000 - Ein Tausend dem St. Adalbertus Verein
    Mark 1000 - Ein Tausend für die Kriegshinterbliebenen
    Mark 1000 - Ein Tausend für die Kriegsblinden
    Mark 1000 - Ein Tausend für die hlg. Kirch in Langfuhr

    Alles Übrige erben meine lb. Kinder zu gleichen Teilen und wird meine lb. 
    Frau es sich angelegen sein lassen, dieselben zu braven, gesitteten Töchtern
    zu erziehen. Als Entgelt hierfür steht ihr der Nießbrauch des Vermögens der 
    Kinder bis zu deren Großjährigkeit bzw. eventueller früheren Heirat zu.

    Meinen Bruder Adolf Diethelm - Rehhof bestimme ich zum Testamentsvollstrecker.
    Im Falle einer Behinderung desselben meinen Schwager Emil Krieg - Tiegenhof.
    Es ist mein Wunsch, wenn irgend möglich, auf dem Kirchhofe in Langfuhr, auf 
    dem mein lb. Vater ruht, begraben zu werden. An alle meine lb. näheren 
    Verwandten richte ich noch zum Schluß die Bitte, meinen treuen Hinterbliebenen
    mit Rat und Tat beistehen zu wollen.

    Montau den 26. Dezember 1915
    gez. Hermann Diethelm
"

1e Wereldoorlog

Slag aan de Somme (1 juli 1916 - 25 november 1916)

"Op 1 juli, de eerste dag van het offensief, nadat er een week lang zware beschietingen hadden plaatsgevonden, verloren de Britse en dominion-troepen 57.470 man, van wie 19.240 doden en 35.493 gewonden. Het was de rampzaligste dag in de Britse militaire geschiedenis. Dat dit offensief een grote doorbraak zou opleveren, bleek al snel een kostbare illusie. Toen de gevechten aan de Somme tegen het einde van november langzaam smoorden in de regen, ijzel, modder en sneeuw, hadden de legers uit Groot-Britannië en de dominions over een breedte van ongeveer 35 kilometer het front 10 kilometer weten op te schuiven, terwijl de Fransen bijna twee keer zoveel gebied hadden heroverd. Daarvoor waren meer dan een miljoen man gesneuveld of gewond geraakt. De verliezen van de Britse troepen en die uit de dominions bedroegen 419.654 man (van wie 127.751 gesneuveld), die van de Fransen 204.353 en van de Duitsers ongeveer 465.000. Door deze enorme verliezen en het geringe voordeel dat ermee was behaald, was de slag aan de Somme de verschrikkelijkste aan het westelijk front van heel de Eerste Wereldoorlog." [5]

Hermann moet op 38e jarige leeftijd het uniform aan. Hij ziet er wat volslank uit, niet getraind zou je zo zeggen. Hij heeft een sigaar in de hand om een beetje stoer te doen - misschien zichzelf wat moed te geven dat het wel gaat lukken. Het zal al bekend zijn geweest dat er enorme verliezen worden geleden, maar er is geen ontsnappen meer aan.


Hermann Diethelm in uniform
Ergens voorjaar vertrekt Hermann dus naar Noord-Frankrijk, het zal niet lang duren. Al in augustus komt hij te overlijden, begin oktober wordt zijn overlijden op de 'Verlustlisten' gepubliceerd.

Verlustlisten I.Weltkrieg [4]


3 Okt 1916

9 Dec 1916 ("Preussen 706") [Dit is een foutieve melding, hier wordt per abuis 'Dietleben' geschreven i.p.v. 'Diethelm']

3 Jan 1917 ("Preussen 724") [Dit is de correctie van de foutieve melding.]
Hermann wordt, zoals in zijn testament gevraagd, begraven in Langfuhr, waar ook zijn vader - pas het jaar daarvoor - zijn laatste rustplaats heeft gevonden.

Grafsteen
"
    Hier ruht in Gott
    der Ldstpfl. [Landsturmpflichtiger]

    Herrm. Diethelm
    vom
    1. Feldrekrutendepot 1.Komp.
    geb.am 27.11.77
    gefallen am 17.8.16
    ---
    Für Ehr und Pflicht,
    bis Herz und Klinge bricht.
"

Bronnen

[1] Battle of the Somme, 1916; Britse documentaire Battle of the Somme (1916).
[2] Die Auswanderung aus der March nach Preussen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
    dargestellt an den Sippen DIETHELM, von L. Diethelm, 1990.
[3] Die Deutschen an der Somme 1914-1918, Gerhard Hirschfeld, Gerd Krumeich, Irina Renz, 2006.
[4] Verlustlisten I. Weltkrieg 
[5] De afdaling in de hel, p.75, Ian Kershaw, 2015.